Veröffentlicht im Mai 2026

Krieg als Testfeld — Teil 1: Hardware, Marketing und die Wahrheit, die zuerst stirbt

Wenn US-amerikanische, deutsche, russische, türkische, israelische und chinesische Rüstungsbetriebe einen Krieg gleichzeitig als Forschungsfeld nutzen, wird die Berichterstattung über Wirkung und Versagen ihrer Systeme zur eigenen Kampfdisziplin. Eine nüchterne Bestandsaufnahme über die ältere Verwandtschaft moderner Wunderwaffenerzählungen.

Achin, Nangarhar Province, 13. April 2017

Am Abend des 13. April 2017 wurde über dem Achin-Distrikt in der ostafghanischen Provinz Nangarhar, unweit der pakistanischen Grenze, eine Massive Ordnance Air Blast bomb (MOAB) abgeworfen — die größte konventionelle Bombe im US-Arsenal. Sie wog 21.600 Pfund, entsprach in ihrer Sprengwirkung elf Tonnen TNT und wurde aus einem MC-130 Combat Talon-Transportflugzeug abgesetzt. Zielobjekt war ein Tunnelkomplex der Terrorgruppe Islamischer Staat in der Region Khorasan. Das US-Verteidigungsministerium meldete am Folgetag die Tötung von 36 Kämpfern und die Zerstörung von drei unterirdischen Anlagen. Die Bombe war im Jahr 2003 entwickelt worden. Vierzehn Jahre lag sie in Bereitschaft.

Stückpreis: rund 170.000 US-Dollar zu historischen Kosten, gefertigt in der McAlester Army Ammunition Plant in Oklahoma. Insgesamt fünfzehn Stück. Verschossen: eine.

Marc Garlasco, ein ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter der George-W.-Bush-Administration, der heute für die Vereinten Nationen arbeitet, erklärte im April 2017 dem US-Sender NPR, was den Erstkampfeinsatz der MOAB so spät machte: Die Bombe sei vorher zurückgehalten worden, weil das Pentagon zivile Opfer fürchtete. Generalleutnant John Nicholson, US-Kommandeur in Afghanistan, sagte zur Bombenwahl: „Das war die richtige Waffe gegen das richtige Ziel.“ Donald Trump, gefragt, ob er den Einsatz persönlich genehmigt habe, antwortete: „Jeder weiß genau, was passiert ist, und was ich tue, ist meinem Militär zu autorisieren — wir haben ihnen volle Freigabe gegeben.“

Was der MOAB-Abwurf zeigt, ist ein Prozess, der für die Entwicklung von Waffensystemen durchaus typisch ist. Eine Waffe wird entwickelt, gelagert, gewartet, und wartet auf ihren Erstkampfeinsatz. Die MOAB war 2017 in Afghanistan keine militärische Notwendigkeit; ein Tunnelkomplex hätte mit weniger Aufwand zerstört werden können. Sie war ein Test — der erste, vierzehn Jahre nach Entwicklungsbeginn, und der einzige bisher. Sie war zugleich eine politische Botschaft. Das eine schließt das andere nicht aus.

Was in Achin in einem einzigen Akt sichtbar wurde, geschieht in der Ukraine seit Februar 2022 in Schleife — über drei Jahre, mit Hunderten von Systemen, durch Dutzende staatlicher Akteure und private Rüstungskonzerne. Hardware unter Echtbedingungen. Doktrin im Realfeuer. Personal in Lernkurven, die kein Manöverplatz simulieren kann. Und gleichzeitig: Marketing. Werbeerzählungen über die getestete Wirksamkeit. Behauptungen über Wunderwaffen, die der Realität widersprechen, und Gegenbehauptungen über deren Niederlage, die ebenso wenig belegt sind.

„In war, truth is the first casualty.“

— Hiram Johnson, US-Senator, Rede vor dem US-Kongress, 1917

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Das Zitat ist hundertacht Jahre alt und altert nicht.

Neue Hardware – getestet unter Realbedingungen

Vier Beispiele aus dem Ukrainekrieg zeigen, wie der Erprobungscharakter sich auf konkrete Systeme niederschlägt. Die Auswahl ist nicht erschöpfend; sie ist exemplarisch.

Das erste Beispiel ist das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) der US-Firma Lockheed Martin. Im Sommer 2022 mit Reichweiten von achtzig Kilometern und einer beworbenen Treffergenauigkeit von drei Metern in die Ukraine geliefert, galt es zunächst als Wendepunkt der ukrainischen Gegenoffensive. Diese Phase dauerte etwa neun Monate. Ab Mai 2023 berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf britische, ukrainische und US-amerikanische Quellen, dass russische Störsender zunehmend die Satelliten-Lenkung der HIMARS-Geschosse unterdrückten. Im Juli 2023 erklärte der damalige ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow im Interview mit der Financial Times, es habe sich ein „ständiges Katz-und-Maus-Spiel“ entwickelt. Russland setze unter anderem die mobile Funkstörstation R-330Zh Zhitel ein, die Signale zwischen 100 Megahertz und 2 Gigahertz mit einer Sendeleistung von 10 Kilowatt überdecken kann, berichtete das österreichische Fachmagazin futurezone.

Im Mai 2024 berichtete die Washington Post über eine vertrauliche ukrainische Bewertung westlicher Waffensysteme. Der zentrale Befund lautete: „Die Russen griffen auf die radioelektronische Kampfführung zurück, deaktivierten Satellitensignale, und die HIMARS wurden absolut unwirksam.“ Die Geschosse verfehlten ihr Ziel mittlerweile um mehr als fünfzehn Meter. Die ukrainische Armee verwende die teuren Mehrfachraketenwerfer nun für Sekundärziele.

Die Excalibur-Artilleriegeschosse, die als „ein Schuss, ein Treffer“ beworben worden waren, traf es härter. Laut Kyiv-Post-Bewertung der Daten aus Washington Post und New York Times erreichte die Trefferquote in der schlechtesten Phase ein Geschoss auf neunzehn Schuss; die Kosten pro erfolgreichem Treffer stiegen von 300.000 auf 1,9 Millionen US-Dollar. Beim Joint Direct Attack Munition (JDAM) — einem Lenkbausatz, der ungelenkte Bomben in präzise Waffen verwandeln soll — fiel die Trefferquote ab Februar 2023 innerhalb weniger Wochen, nachdem Russland die Anfälligkeit erkannt hatte. Im Worst Case verfehlten sie ihr Ziel um bis zu einen Kilometer. Die US-Luftwaffe selbst gibt für JDAM ohne Signal des Global Positioning System (GPS) eine Streukreisweite von 30 Metern an — wenn alles gut läuft. Wenn nicht, ist das genannte Kilometer-Datum die Realität.

Das zweite Beispiel ist die russische Geran-2-Drohne, lokalisierte Variante der iranischen Shahed-136. Im September 2022 erstmals in der Ukraine eingesetzt, wurde sie zunächst belächelt — langsam, propellergetrieben, mit chinesischen Komponenten und Vergasern aus dem Modellbaubereich. Im März 2026 setzte Russland nach Angaben des Institute for Science and International Security 6.462 Geran-2 ein, also rund 208 pro Tag, mit Spitzentagen über 900. Der Stückpreis wird mit 20.000 bis 50.000 Dollar beziffert. Russland hat seine Tagesproduktion in achtzehn Monaten mehr als verdreifacht. Was als Notbehelf begonnen hatte, ist heute eine industrielle Großanlage in der Sonderwirtschaftszone Alabuga in Tatarstan, mit eigener Forschung und Entwicklung — finanziert durch dreieinhalb Jahre Kriegseinsatz unter Echtbedingungen.

Das dritte Beispiel ist die russische Familie der Gleitbomben FAB-500, FAB-1500 und FAB-3000, ergänzt um den Bausatz Unifiziertes Modul für Planung und Korrektur der russischen Tactical Missiles Corporation. Das Modul, das ausklappbare Flügel und ein Satellitennavigationssystem auf GLONASS-Basis kombiniert, verwandelt sowjetische Eisenbomben aus den 1950er Jahren in präzisionsgelenkte Gleitbomben mit Reichweiten bis hundert Kilometer. Stückpreis FAB-500 mit Modul: nach Schätzungen des amerikanischen The National Interest unter 20.000 Dollar. Russland warf im Spitzenmonat Oktober 2025 nach Angaben des österreichischen Fachmediums Militäraktuell 1.360 dieser Bomben in einer einzigen Woche ab — Tagesrekord am 17. Oktober 2025: 268 Bomben in 109 Lufteinsätzen. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi nannte die Gleitbomben als einen der Hauptgründe für den ukrainischen Rückzug aus Avdiivka im Februar 2024.

Hier zeigt sich ein anderes Muster der Erprobung. Was die Tactical Missiles Corporation in dreieinhalb Jahren von der ungelenkten Eisenbombe zur Präzisionswaffe mit Strahltriebwerk entwickelt hat — der UMPB-5R-Variante mit eigenem Düsenantrieb und Reichweiten bis 200 Kilometer — entspricht einer Entwicklungsstrecke, für die westliche Rüstungsbetriebe nach Einschätzung von Militäraktuell rund drei Jahrzehnte benötigten. Der Krieg beschleunigt die russische Lernkurve. Sanktionen mindern das nicht entscheidend; die Komponenten, die Russland nicht in eigener Produktion herstellt, kommen über Drittländer aus China.

Das vierte Beispiel ist der Bayraktar TB2 der türkischen Firma Baykar. In den ersten Kriegswochen 2022 trug seine Wirkung gegen russische Kolonnen die Werbeerzählung einer Saison: das Lied „Bayraktar“, das ein ukrainischer Soldat komponiert hatte, lief in Endlosschleife auf YouTube, der Drohnenhersteller wurde zur globalen Marke, Folgeaufträge an mehr als dreißig Länder folgten innerhalb von zwei Jahren. Ab Sommer 2022 jedoch verschwand der TB2 fast vollständig aus den ukrainischen Frontmeldungen. Russlands integrierte Luftverteidigung — Tor-M2-Kurzstreckenflugabwehr, Pantsir-S1-Komplexe, S-400-Abwehrsysteme — erwies sich gegen die langsame, niedrig fliegende Plattform als wirksam. Was 2022 das ukrainische Marketing trug, war 2024 weitgehend Geschichte. Die türkische Industrie nutzte die zwei Jahre dazwischen für Exportverträge — die Erprobung war ihre Werbung, und das Werbefenster schloss sich, bevor die Realitätsdaten breit verfügbar wurden.

Iron Dome — Anatomie einer Wunderwaffenerzählung

Wenige Waffensysteme haben so erfolgreiches Marketing erfahren wie das israelische Iron Dome, entwickelt von der israelischen Firma Rafael Advanced Defense Systems in Kooperation mit Israel Aerospace Industries, in Dienst gestellt im März 2011. Die Jerusalem Post bilanzierte im April 2026 zum fünfzehnten Jahrestag: „Über 10.000 Kampfabfänge, konstante Erfolgsquoten über 90 Prozent.“ Das ist die israelische Werbung. Sie ist seit 2011 weitgehend unverändert.

Die US-amerikanische Förderung des Systems summierte sich zwischen 2011 und 2021 auf 2,6 Milliarden Dollar und wuchs nach dem 7. Oktober 2023 um weitere 14,3 Milliarden im Rahmen des US-Hilfspakets für Israel. Iron Dome wurde 2017 für rund zwei Milliarden Dollar an Indien verkauft, 2025 als Teil des SHORAD-Programms an Rumänien, an die US-Marines für das Programm Medium Range Intercept Capability sowie als Schiffsvariante C-Dome auf israelische Sa’ar-6-Korvetten ausgeliefert. Es ist eines der weltweit erfolgreichsten Exportprodukte der israelischen Verteidigungsindustrie.

Was die israelische Marketingquote tatsächlich misst, hat der Singapurer Forscher Jean-Loup Samaan vom Middle East Institute der Universität Singapur im Oktober 2024 in einem Euronews-Interview auf den Punkt gebracht. Iron Dome werte 30 bis 40 Prozent aller eingehenden Raketen als ungefährlich aus, weil sie in offenes Gelände fallen sollen — das System fängt sie nicht. Die „über 90 Prozent“ beziehen sich nur auf jene Raketen, die das System als Bedrohung für bewohntes Gebiet klassifiziert hat. Samaan nennt die Effektivitätsdebatte „sehr umstritten“, weil sie auf israelische Regierungsdaten angewiesen sei: „Wir wissen nicht, was diese Abfangquote genau bedeutet.“ Bereits 2013 hatte der amerikanische MIT-Professor Theodore Postol auf Basis von Kondensstreifen-Analyse argumentiert, die reale Quote könne bei nur fünf Prozent liegen — eine Schätzung, die methodisch umstritten blieb und deren Pointe weniger im Zahlenwert lag als in dem Befund, dass keine unabhängige Methodik existierte.

Die unabhängige Plattform missilestrikes.com, die Daten aus Militärquellen und RAND-Schätzungen aggregiert, gibt für normale Gefechtsbedingungen 80 bis 85 Prozent an, bei Sättigungsangriffen mit mehr als 50 simultanen Zielen 60 bis 70 Prozent. Die seit 2023 dokumentierten iranischen Großangriffe haben weitere Daten geliefert. Bei der iranischen Operation True Promise III im Frühjahr 2025 fing Iron Dome laut Wikipedia nur 20 bis 30 Prozent der ballistischen Raketen ab. Im sogenannten Zwölf-Tage-Krieg gegen den Iran im Juni 2025 lag die Gesamtquote nach offiziellen israelischen Angaben bei 86 Prozent — aber das war die kombinierte Leistung aller Schichten: Arrow 2 und Arrow 3 für Ballistik, David’s Sling für mittlere Reichweite, Iron Dome für Kurzstrecke, dazu zwei US-amerikanische THAAD-Batterien und schiffsgestützte Abfangraketen.

Was die zweite Substack-Plattform Missile Matters im Juni 2025 dokumentierte, ist analytisch das interessanteste Datum: Im Zwölf-Tage-Krieg habe man auf Videoaufnahmen Tamir-Abfangkörper des Iron Dome gegen mittlerere ballistische Raketen-Sprengköpfe einsetzen sehen, auf einer Höhe von fünf bis sieben Kilometern. Tamir ist nominal nicht für solche Ziele gebaut. Dass es trotzdem versucht wurde, ist nicht Stärke. Es ist Improvisation aus Mangel — der israelische Bestand an Arrow-2- und Arrow-3-Abfangkörpern war zu diesem Zeitpunkt erschöpft oder kurz davor. Stückpreis Arrow 2: 1,5 bis 3 Millionen Dollar. Lieferketten dauern Monate. Der indische Branchendienst EurAsian Times berichtete am 20. Juni 2025, Israels Abfangquote sei in den 24 Stunden vor Veröffentlichung von 90 auf 65 Prozent gefallen — wahrscheinlich, weil hochwertige Abfangkörper knapp wurden.

Beim iranischen Angriff von 2026 setzte der Iran die nächste Lerneinheit: Etwa die Hälfte der Raketen trug Sprengköpfe mit Streumunition. Die israelische Abwehr stand vor einer Wahl. Entweder ignorierte sie die sich aufteilenden Submunitionen, oder sie verbrauchte teure Abfangkörper, um jedes einzelne dispergierende Element abzufangen. Iron Dome löst dieses Problem konzeptionell nicht. Es ist nicht dafür gebaut.

Aber das eigentliche Wort zum Iron Dome stammt von Amir Peretz, dem ehemaligen israelischen Verteidigungsminister, der das System gegen interne Widerstände durchgesetzt hatte. Er erklärte der Washington Post: Iron Dome sei „nichts weiter als eine Notlösung“, und „am Ende wird nur eine diplomatische Lösung wirklich Ruhe bringen“. Das ist der einzige Satz zum System, der nicht aus Werbung besteht. Er stammt vom politischen Vater.

Iron Dome ist kein wirkungsloses System. Es ist wirksam unter bestimmten Bedingungen, weniger wirksam unter anderen, und nicht für die Bedingungen gebaut, unter denen es zunehmend eingesetzt wird. Was wirkungslos ist, ist die Erzählung einer universalen Schutzkuppel. Diese Erzählung ist keine zufällige Nebenwirkung der Berichterstattung. Sie ist Verkaufsgrundlage. Indien zahlt 2017 zwei Milliarden Dollar. Rumänien gewinnt Rafael 2025. Die US-Marines beschaffen für ihr eigenes Programm. Wäre die ehrliche Quote in den Werbeprospekten gestanden — 65 Prozent bei Sättigung, 20 bis 30 Prozent gegen Ballistik, Tamir als Notlösung für Aufgaben, für die er nicht gebaut ist — wäre die Verkaufslage eine andere.

Patriot, Kinzhal und das Marketing-Ereignis vom 4. Mai 2023

Die russische Kinzhal-Rakete — auf Deutsch „Dolch“ — wurde im März 2018 in Putins berühmter Rede vor der russischen Föderationsversammlung als eine von sechs neuen strategischen Waffen vorgestellt. Putin nannte sie eine „einzigartig fähige Hyperschallwaffe der nächsten Generation“. Westliche Medien übernahmen die Bezeichnung. Im März 2022 wurde der erste Kampfeinsatz gemeldet. Die russische Erzählung war stabil: Eine Wunderwaffe, unaufhaltbar, Hyperschall im wörtlichen Sinne, Beweis russischer technologischer Überlegenheit.

In der Nacht vom 4. zum 5. Mai 2023 änderte sich die Lage. Die ukrainische Luftwaffe meldete gegen 2:40 Uhr Ortszeit, sie habe mit einem soeben gelieferten US-amerikanischen Patriot Advanced Capability-3-System eine Kinzhal-Rakete über Kiew abgefangen. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte am selben Tag Trümmerbilder. Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko präsentierte fünf Tage später, am 10. Mai 2023, weitere Trümmer für Fotografen der Bild-Zeitung. Pentagon-Sprecher Patrick Ryder bestätigte den Abschuss am 9. Mai 2023 — fünf Tage nach dem behaupteten Ereignis, ohne dass das US-Verteidigungsministerium technische Belege vorlegte.

Das deutsche Fachorgan Europäische Sicherheit & Technik (ESuT) — die zentrale wehrtechnische Publikation im deutschsprachigen Raum — titelte am 5. Mai 2023 nüchtern im Fragezeichen-Modus: „Hat die Ukraine ein Hyperschallwaffensystem vom Typ Kinzhal abgeschossen?“ Die Einordnung der ESuT lautete: „Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags wurde noch nicht bestätigt, dass es sich bei den Trümmern um eine Kinzhal handelt. Einige der abgebildeten Trümmer scheinen jedoch der Gefechtskopfbaugruppe einer Kinzhal oder möglicherweise einer 9M723-Iskander-Rakete zu ähneln.“ Russische Quellen identifizierten die präsentierten Trümmer als Reste der BETAB-500ShP, einer ungelenkten russischen Betonbrecherbombe. Eine unabhängige forensische Untersuchung — durch eine dritte Partei, die weder ukrainisch noch russisch noch US-amerikanisch ist — hat es nicht gegeben.

Das ist eine ungewöhnlich dünne Beweislage für eine derart weitreichende Behauptung. Sie steht aber nicht allein. Was anschließend in der Berichterstattung passierte, lässt sich als zweite Hälfte des Vorgangs lesen. Westliche Medien übernahmen die ukrainische Verlautbarung weitgehend ungeprüft. Eine Welle von Folgemeldungen ergänzte: am 16. Mai 2023 habe die Ukraine sechs Kinzhal an einer einzigen Nacht abgefangen. Der Tagesspiegel überschrieb seinen Bericht: „Die Ukraine beendet den Mythos der russischen Wunderwaffe“. Der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu erklärte umgekehrt, es seien gar nicht sechs Kinzhal abgefeuert worden, und meldete den Treffer einer Kinzhal in eine Patriot-Stellung in Kiew — eine Behauptung, die US-Beamte teilweise bestätigten (das System sei beschädigt, aber drei Tage später wieder einsatzbereit).

Beide Seiten meldeten Erfolge. Beide Seiten lieferten unabhängige Belege weder für die eigenen Behauptungen noch zur Widerlegung der gegnerischen. In der Mitte stehen Trümmerbilder, deren Identifizierbarkeit umstritten ist.

Die analytisch tragfähige Pointe liegt anderswo, und sie ist seit Mitte 2023 in westlichen Fachpublikationen breit dokumentiert. Sie betrifft nicht das Ereignis vom 4. Mai, sondern die Kinzhal selbst. Die Brookings Institution titelte im Juni 2023: „Don’t believe the hypersonic hype“ — glaubt der Hyperschall-Werbung nicht. Die Kinzhal sei weder ein Hyperschall-Gleitkörper noch ein Hyperschall-Marschflugkörper. Sie sei eine luftgestützte ballistische Rakete, abgeleitet aus der russischen 9K720 Iskander-M, deren Entwicklung 1988 begann. Das US-amerikanische Modern War Institute der Militärakademie West Point schrieb im Mai 2023, die Kinzhal nutze einen Festtreibstoff-Raketenmotor, der nicht abgeschaltet oder gedrosselt werden kann; ihre Manövrierfähigkeit ähnele „einem riesigen Rasen-Wurfgeschoss mit Sprengstoff“. Ein Bediener eines ukrainischen Patriot-Systems erklärte dem britischen Wirtschaftsmagazin The Economist im Juni 2023, die Kinzhal sei mit einer Geschwindigkeit von etwa 1.240 Metern pro Sekunde unterwegs gewesen — ein Drittel der von russischen Stellen genannten Werte.

Selbst die chinesische Fachzeitschrift Acta Armamentarii, eine Publikation, die niemand antirussischer Voreingenommenheit verdächtigen wird, schrieb im Januar 2024 von „veralteter Kalter-Krieg-Technologie der 1980er Jahre“. Die Kinzhal könne nicht lateral manövrieren, ihr Flugverhalten sei mit einer echten Hyperschallwaffe nicht vergleichbar. Die chinesischen Autoren halten den behaupteten Abschuss vom 4. Mai 2023 für plausibel — nicht weil sie der ukrainischen Beweislage trauten, sondern weil die Kinzhal aus chinesischer technischer Sicht eben keine Hyperschallwaffe sei.

Hier wird das Gesamtbild klar. Russland erklärte eine modifizierte Iskander-Variante zur Wunderwaffe, um sie politisch und propagandistisch aufzuladen. Die Ukraine und ihre US-Verbündeten erklärten eine ungeklärte Abfang-Episode zum Beleg, dass diese Wunderwaffe geknackt sei — eine Behauptung, die sich technisch auf Trümmerbilder vor einer Boulevardredaktion stützt. Beide Seiten produzierten ihre jeweilige Werbung. Beide Seiten blieben den Nachweis schuldig. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, sagte Senator Johnson. Sie stirbt im Falle des 4. Mai 2023 nicht durch dramatische Lügen, sondern durch zwei einseitig formulierte Tatsachenbehauptungen, deren gemeinsamer Effekt darin besteht, dass die Frage nach dem tatsächlichen Geschehen ein Vakuum ist.

Was anschließend geschah, ist analytisch belastbarer dokumentiert. Die Financial Times berichtete im Oktober 2025 unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ukrainische und westliche Offizielle, dass Russland im Frühjahr 2025 die Iskander- und Kinzhal-Raketen mit einer Manövrierfähigkeit im Endanflug nachgerüstet habe — also genau jene Eigenschaft, die ihnen vorher technisch fehlte. Die ukrainische Abfangquote gegen diese Raketen sei innerhalb eines einzigen Monats von 37 Prozent im August 2025 auf 6 Prozent im September 2025 gefallen. Russlands Bestellungen für Kinzhal stiegen von 44 Stück im Jahr 2024 auf 144 im Jahr 2025.

Das ist die ehrliche Lehre des Vorgangs. Russland hat das Ereignis vom 4. Mai 2023 zur Anlass genommen, technische Mängel zu beheben. Die Patriot-Produktion in den USA bleibt unter dem ukrainischen Bedarf. Wer auf die Frage „Wer hat den Wendepunkt 2023 strategisch besser genutzt?“ eine ehrliche Antwort gibt, kommt nicht zu dem Schluss, den die ukrainischen und US-amerikanischen Verlautbarungen damals nahelegten.

Doktrin und Taktik — was sich in vier Jahren entwickelt hat

Wenn die Hardware-Geschichten der Marketing-Ebene den ersten Befund liefern, liefert die Doktrin-Ebene den zweiten — und vermutlich folgenreicheren. Was sich in der Ukraine an Operationsmustern entwickelt hat, wird die NATO-Streitkräfte der kommenden zwanzig Jahre prägen.

Die wichtigste Einzeländerung betrifft die Drohnenkriegsführung. Die First-Person-View-Drohne — eine Konsumgüter-Plattform mit Bildübertragung und Sprengladung, gesteuert per Funkverbindung oder zunehmend per Glasfaserkabel — hat in dreieinhalb Jahren die Rolle übernommen, die die Panzerabwehr-Lenkwaffen Javelin oder NLAW im Februar 2022 noch innehatten. Die Kostenrevolution ist atemberaubend. Ein Javelin-Lenkflugkörper kostet 200.000 Dollar. Eine ukrainische FPV-Drohne mit Sprengladung kostet zwischen 500 und 2.000 Dollar. Ein Treffer auf einen T-90-Kampfpanzer mit beiden Systemen zerstört dasselbe Objekt. Die Wirkungskette — vom Erkennen des Ziels bis zum Treffer — verkürzt sich von Stunden auf Minuten. Diese Veränderung lässt sich mit dem Begriff der industriellen Demokratisierung erfassen: Die teuerste Klasse von Lenkflugkörpern wird durch ein Massenprodukt ersetzt, das in Garagen montierbar ist.

Die zweite wichtige Veränderung ist die Wiedererfindung der elektronischen Kampfführung als Hauptkampfdisziplin. Das indische Centre for Land Warfare Studies (CLAWS) analysierte im Mai 2025 die russische Praxis und kam zu dem Schluss: Russland betrachte die Elektronische Kampfführung (im Westen Electronic Warfare, EW) als „integralen Bestandteil seiner Militärdoktrin und zentrales Thema aller Operationspläne“. Russische Hauptsysteme — Krasukha-4 für Radarstörung bis 300 Kilometer Reichweite, Leer-3 für Mobilfunknetze, Murmansk-BN für strategische elektronische Störung über tausende Kilometer, Tobol und Kalinka für Satellitennavigation und Starlink — bilden eine Architektur, in der die Störung gegnerischer Kommunikation nicht Hilfsdisziplin ist, sondern Hauptkampfmittel. Die HIMARS-Präzisionsverluste der Jahre 2023 und 2024 sind das praktische Ergebnis dieser Doktrin.

Die dritte Veränderung ist die Renaissance des Stellungskriegs. Die Erwartung, dass moderne Streitkräfte mit Drohnenaufklärung und KI-gestützter Zielverteilung einen schnellen Bewegungskrieg führen würden, hat sich in der Ukraine als Irrtum erwiesen. Die ukrainische Gegenoffensive vom Sommer 2023 — mit Bradley-Schützenpanzern, Leopard-2-Kampfpanzern und westlich ausgebildeten Brigaden — endete nach drei Monaten ohne strategischen Durchbruch. Die Front friert. Drohnen-Saturation macht Bewegung in offenem Gelände suizidal. Was übrig bleibt, ist eine Wiederkehr des Ersten Weltkriegs in elektronischer Form: tiefe Grabensysteme, Minenfelder mit fünf Kilometer Tiefe, Artillerie-Stalemate, dazu ein neuartiger Drittfaktor — die persistente Drohnen-Beobachtung, die jede Sichtbarkeit zur tödlichen Größe macht.

Die vierte Veränderung ist die Privatisierung militärischer Kommunikationsinfrastruktur. Das Starlink-Netzwerk der US-amerikanischen SpaceX-Tochter wurde in der Ukraine zur faktischen militärischen Hauptverbindung. Über 150.000 ukrainische Bodenterminals sind nach Pentagon-Schätzungen aktiv. Das ist neu und in der Militärgeschichte beispiellos: Eine privatwirtschaftliche Plattform eines einzelnen amerikanischen Unternehmens stellt die Kommunikationsschicht eines Krieges. Welche Folgen das politisch hat — Elon Musk persönlich kann seit 2022 in mindestens zwei dokumentierten Fällen mit einem Telefonanruf ukrainische Operationen behindern — wird die Doktrindebatte der kommenden Jahre prägen. Was die ukrainische Erfahrung gezeigt hat, ist beides: Starlink ist robuster gegen Störversuche als jede vorherige militärische Satellitenkommunikation, aber nicht unverwundbar. Im Mai 2024 berichtete der ukrainische Digitalminister Mychajlo Fedorow in der New York Times, Russland teste „fortgeschrittene Mechanismen, um Starlink zu stören“. Die 92. ukrainische Sturmbrigade verlor unmittelbar vor der russischen Charkiw-Offensive ihre Starlink-Verbindung temporär.

Die fünfte Veränderung — die für die NATO-Doktrindebatte vielleicht folgenreichste — ist die KI-gestützte Zielerkennung. US-amerikanische Firmen wie Palantir Technologies, das deutsch-amerikanische Unternehmen Helsing AI und das US-Startup Anduril Industries testen ihre Plattformen unter Realbedingungen in der Ukraine. Das ukrainische Battlefield-Management-System Delta integriert Drohnenaufklärung, Satellitendaten und Frontaufklärung in einer einzigen Echtzeit-Oberfläche. NATO-Bewertungen vom Herbst 2025 attestierten Delta eine Erkennungszeit zwischen Aufklärung und Treffermöglichkeit von 2,2 Sekunden. Das ist eine Größenordnung, die alle bisherigen NATO-Systeme um Faktor zehn bis hundert übertrifft. Was die Ukrainer in vier Jahren operativer Praxis entwickelt haben, ist heute Maßstab.

Eine sechste Veränderung — schließlich — betrifft das, was sich nicht durchgesetzt hat. Die F-16-Lieferungen an die Ukraine ab Ende 2024, in westlichen Verlautbarungen als „Game Changer“ angekündigt, haben sich als operativ marginale Hinzufügung erwiesen. Die Maschinen fliegen weit hinter der Front, geben Lenkflugkörper auf russische Stellungen ab und kehren in westukrainische Basen zurück. Sie sind kein Wendepunkt. Sie sind ein Beitrag. Auch hier war das Marketing 2023 robuster als die Realität 2025.

Achin und Kiew: Testfelder für scheinbar neue Waffensysteme

Es ist verlockend, in der Ukraine etwas Neues zu sehen. Eine Generation aufgewachsen mit Smartphone-Drohnen, Starlink, KI und Live-Übertragungen von der Front durch beteiligte Soldaten sieht in den Kämpfen um Bachmut und Awdijiwka eine historische Ausnahmesituation. Das ist nicht ganz falsch — die Geschwindigkeit der industriellen Iteration, die Anzahl der gleichzeitig getesteten Systeme, die Datenmenge, die in westliche und russische Lessons-Learned-Zellen einströmt: Das ist eine andere Größenordnung als alles, was die NATO seit dem Ende der Sowjetunion erlebt hat.

Aber das Muster ist alt. Afghanistan war zwanzig Jahre lang ein Testfeld. Die Mine-Resistant Ambush Protected-Fahrzeuge, deren Beschaffungsprogramm 2007 in den USA mit 50 Milliarden Dollar aufgesetzt wurde, sind ein direktes Produkt der Erkenntnisse aus der amerikanischen Operation im Irak und in Afghanistan über die Wirkung improvisierter Sprengsätze. Die amerikanische Drohnenkriegsführung — von der MQ-1 Predator zur MQ-9 Reaper — wurde in den Stämmegebieten Pakistans und Afghanistans operativ entwickelt. Die Counterinsurgency-Doktrin des Generals David Petraeus, formalisiert im US Army Field Manual 3-24 von 2006, ist das systematisierte Destillat der Lehren aus dem Irak. Das alles war Testfeld. Es war auch politische Wirklichkeit, mit zehntausenden zivilen Toten und einem Krieg, der zwanzig Jahre dauerte und mit dem überstürzten Abzug von Kabul im August 2021 endete, bevor er strategisch entschieden war.

Achin am 13. April 2017 ist in diesem langen Bogen ein einzelner Punkt. Eine Bombe, vierzehn Jahre vorher entwickelt, wartet auf ihren Erstkampfeinsatz. Sie findet ihn in einem afghanischen Tunnelsystem, dessen Zerstörung mit weniger Aufwand möglich gewesen wäre. Was sie tatsächlich tut, ist eine politische Botschaft und ein technologischer Test in einem. Was sie nicht tut, ist den afghanischen Krieg gewinnen. Vier Jahre später war dieser Krieg verloren — nicht durch militärische Niederlage gegen die Taliban, sondern durch das Versagen einer politischen Vision, für die das militärische Werkzeug nie ausreichte. Die Waffe war erprobt. Der Krieg war nicht entschieden.

Die Ukraine wird vermutlich denselben Befund liefern, irgendwann. Die getesteten Systeme — westliche und russische — werden in ihre Folge-Arsenale eingehen. Die Doktrinen werden umgeschrieben werden, in NATO-Schulen und an der russischen Generalstabsakademie gleichermaßen. Die Schlachtfeld-Erfahrung der ukrainischen und russischen Soldaten wird in die Streitkräfte einer Generation einfließen. Was dabei nicht entschieden wird, ist die strategische Frage, um derentwillen der Krieg überhaupt geführt wird. Diese Entscheidung liegt nicht auf dem Testfeld. Sie liegt anderswo, und sie ist im Mai 2026 nicht gefallen.

Was bleibt: Marketing als eigene Kampfdisziplin

Eine moderne Rüstungswirtschaft ist nicht nur eine Industrie für Waffenherstellung. Sie ist ein Komplex aus Forschung und Entwicklung, Erprobung, Vermarktung und Folgeauftragsgenerierung, in dem jede Stufe in die nächste übergeht. Was in Achin getestet wurde, wird möglicherweise im nächsten Pentagon-Beschaffungsantrag zitiert. Was in der Ukraine als kampferprobt durchgeht, wird im nächsten saudischen, indischen oder israelischen Exportvertrag zur Verkaufsbedingung. Was über das Iron Dome erzählt wird, kommt im rumänischen SHORAD-Ausschreibungstext wieder vor. Was über die Kinzhal erzählt wird — von beiden Seiten — wird im nächsten russischen Waffenexportkatalog stehen.

Marketing ist keine außergewöhnliche Disziplin der Rüstungsindustrie. Es ist deren Geschäftsmodell. Und in Kriegen, die zugleich Testfelder sind, ist Marketing eine eigene Waffengattung — beidseitig betrieben, mit derselben Methodik, mit denselben Beweismitteln (Trümmer, Statements, klassifizierte Lecks, willfährige Berichterstattung), mit denselben strukturellen Schwächen. Die Asymmetrie, die in solchen Debatten gern aufgerufen wird — der demokratische Westen mit seiner Pressefreiheit gegen das autoritäre Russland mit seiner Propaganda — ist im Marketing-Kampf eine schwächere Klammer, als sie scheint. Beide Seiten verkaufen. Beide Seiten formulieren. Beide Seiten produzieren Bilder, deren Verifikation niemand leistet.

Hiram Johnson sagte 1917: Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Es ist ein Topos, der älter ist als jede Twitter-Diskussion über russische Trolle und ukrainische Influencer. Was sich nicht geändert hat in hundert Jahren, ist die Struktur. Was sich geändert hat, ist das Tempo und die Reichweite. Eine Marketing-Erzählung, die 1917 in einer Wochenzeitschrift erschien, erreicht 2026 binnen vierundzwanzig Stunden alle Smartphone-Bildschirme dieser Welt.

Die zweite Folge dieser Bestandsaufnahme wird zeigen, dass das Marketing-Problem nicht das tiefste Problem ist. Tiefer liegt eine Frage, die in westlichen Streitkräften und in der NATO-Doktrindebatte noch nicht offen gestellt wird: Was passiert, wenn ein Gegner die digitale Infrastruktur, auf der das gesamte westliche Operationsmodell aufbaut, gezielt unterbricht? Und was lässt sich daraus an industrieller und strukturpolitischer Folge ableiten, dass die ukrainische Defence Technological and Industrial Base seit Dezember 2025 formal in das European Defence Industry Programme der Europäischen Union integriert wird? Die Antworten auf diese beiden Fragen sind, in der Reihenfolge der Bedeutung: militärgeschichtlich folgenreich, strukturpolitisch beispiellos, und in beiden Fällen weitgehend außerhalb der Öffentlichkeit verhandelt.

Diese Fragen beantwortet der Artikel „Krieg als Testfeld — Teil 2: Doktrin, Personal und Integration“ (Verlinkung folgt nach Veröffentlichung).