Die Kirche gilt für viele Menschen bis heute als natürliche Fortsetzung der Glaubenslehre Jesu. Genau das ist ein Irrtum. Zwischen Jesus und der Römisch-Katholischen Kirche mit ihrem Machtapparat und ihren Hierarchien gibt es keine gerade Verbindung, sondern ein auf Umwegen geschaffenes Konstrukt. Mehr lesen
Die römisch-katholische Kirche ist nicht nur Religion. Sie ist Machtzentrum. Wer Rom verstehen will, muss Rom zuhören — dem Ton, in dem es seit Jahrhunderten über Staat, Fürsten und Getaufte spricht. Eine Zitatanalyse zur Eröffnung der Serie „Kirche und Staat". Mehr lesen
Wenn Rom im Namen Jesu sprach, muss zuerst geklärt werden, wie Jesus selbst sprach. Eine Lektüre der Bergpredigt, der Weherufe gegen die religiösen Eliten und der Frage, wie aus einer Lehre der Umkehr eine Sprache der Oberhoheit werden konnte. Teil 2 der Serie „Kirche und Staat". Mehr lesen
Enzyklopädie zu Kirche und Staat
Eine Finanzierungstechnik, die Sünden, Sakramente und Geld in einem Geschäftsvorgang verband — und 1517 in Wittenberg auf Luthers Federkiel traf. Wer Albrechts Ämterkauf, Tetzels Reim und die Fugger-Kredite zusammendenkt, sieht: Der Ablass war kein Auswuchs, sondern Architektur. Mehr lesen
Cyprian wollte um 256 Schismatiker disziplinieren — nicht Andersgläubige aus dem Heil ausschließen. Was Bonifatius VIII. 1302 und das Konzil von Florenz 1442 daraus machten, hat die katholische Kirche bis heute nicht förmlich widerrufen. Vatikanum II hat die Formel umformuliert, nicht aufgehoben — eine Differenz, die Traditionalisten und Reformer bis heute spaltet. Mehr lesen
Heinrich IV. (1076), Friedrich II. (dreimal), Luther (1521) — die schärfste Strafe der Kirche traf seit jeher politisch Bedeutsame. Im Juli 2024 traf sie Carlo Maria Viganò, ehemaliger Apostolischer Nuntius in den USA, wegen Schismas. Sein Kommentar: „eine Ehre". Mehr lesen
Der Streit zwischen Gregor VII. und Heinrich IV. wurde nicht aus theologischer Strenge geführt, sondern aus dem ökonomischen Gewicht der Bistümer. Das Wormser Konkordat 1122 ist die juristische Lösung — und die Urform aller deutschen Konkordatsverträge bis zum Reichskonkordat 1933. Mehr lesen
Niemand kann zwei Herren dienen — die Bergpredigt-Antithese ist absolut, nicht relativ. Wer das ernst nimmt, kommt zu jenem Vorwurf, den Friedrich II. dem Lyoner Konzil 1245 entgegenhielt. Eine Diagnose, die die Kirche selbst zu allen Zeiten bedrängt hat — und unter dem Namen Geldfetisch in der Moderne weiterwirkt. Mehr lesen
Auf zwei Versen, die nur Matthäus überliefert, ruht die Primatslehre des Papstes. Was zwei der drei Synoptiker nicht kennen und was das Wort Kirche enthält, das sonst in keinem Evangelium auftaucht — wie sicher ist der Fels, auf dem zweitausend Jahre Anspruch ruhen? Mehr lesen
Von 813 bis 1803 die ökonomische Grundeinheit der katholischen Kirche im Reich. Jede geistliche Stelle war an einen Vermögenskomplex gebunden — eine Doppelnatur, die der Bergpredigt-Antithese strukturell zuwiderlief. Die heutigen Staatsleistungen sind ihre direkte Erbschaft, im Grundgesetz seit 1949 zur Ablösung markiert, aber nie abgelöst. Mehr lesen
Was Petrus dem Simon Magus in der Apostelgeschichte ausschlug, wurde im Hochmittelalter Routine: der Tausch von geistlicher Gabe gegen Geld. Der Investiturstreit 1075–1122 war im Kern ein Simoniestreit — und das Tridentinum 1545–1563 hat die Praxis bis ins 19. Jahrhundert nicht beenden können. Mehr lesen
Karl der Große machte 779 aus einer biblischen Empfehlung eine staatlich vollstreckte Pflicht — der Beginn des westeuropäischen Sonderwegs einer weltlich erzwungenen Kirchensteuer. Tausend Jahre trug der Zehnt die mittelalterliche Kirche. Seine Ablösung im 19. Jahrhundert beendete das Recht, nicht das Vermögen. Mehr lesen













