Fünf Filter erklären die Gleichförmigkeit westlicher Berichterstattung — ohne Annahme einer Verschwörung. Am schwersten wiegt die Unterscheidung zwischen wertvollen und wertlosen Opfern. 1988 erschienen, erst 2023 auf Deutsch. Mehr lesen
Orwell habe sich geirrt, Huxley behalte recht: Die Gefahr kommt nicht vom verbotenen Buch, sondern davon, dass niemand mehr eines lesen will. Postman über den Wechsel vom gedruckten Wort zum Bild. Mehr lesen
Klemperer führte zwischen 1933 und 1945 Tagebuch über die Sprache seiner Verfolger. Sein Gegenstand sind nicht die großen Reden, sondern die Wörter und Endungen, die in Briefe, Formulare und Alltagsgespräche einsickerten. Mehr lesen
Canetti ordnet die Formen der Masse — Hetzmasse, Fluchtmasse, Umkehrungsmasse — und kommt beim Machthaber zu einer Bestimmung ohne Beschönigung: Macht ist die Fähigkeit zu überleben, und der Überlebende zählt die Toten. Mehr lesen
Fukuyama zeichnet die Herkunft der neokonservativen Ideologie nach und wirft der Regierung von George W. Bush vor, deren eigene Grundsätze verraten zu haben. Der Irakkrieg sei an Selbstüberschätzung, mangelnder Planung für die Nachkriegszeit und Geringschätzung internationaler Institutionen gescheitert. Als Alternative schlägt er einen „realistischen Wilsonianismus“ vor: Demokratie fördern, aber mit Augenmaß und über Institutionen. Mehr lesen
Nach dem Ende des Kalten Krieges ordnen sich die großen Konflikte, so Huntingtons These, nach Kulturkreisen statt nach Ideologien. Der Westen verliert relativ an Macht, der chinesische und der islamische Kulturkreis treten selbstbewusst auf, und Kriege brechen entlang der Bruchlinien zwischen ihnen aus. Huntingtons Rezept ist Zurückhaltung: Der Westen soll seine eigene Kultur bewahren und darauf verzichten, sie der übrigen Welt aufzuzwingen. Mehr lesen
Barnett beschreibt, wie die USA die „Lücke“ der nicht globalisierten Staaten an den „Kern“ der Weltwirtschaft anschließen sollen. Dafür verlangt er zwei getrennte Streitkräfte: einen „Leviathan“, der Kriege schnell und mit überwältigender Gewalt gewinnt, und einen „Systemadministrator“, der danach Ordnung, Verwaltung und Wirtschaft aufbaut. Die zweite Aufgabe soll der gesamte Kern tragen, nicht Amerika allein. Mehr lesen
Francis Fukuyama sieht in der liberalen Demokratie den Endpunkt der ideologischen Entwicklung der Menschheit. Nach dem Scheitern von Faschismus und Kommunismus gebe es keine ernsthafte Alternative mehr, auch wenn viele Staaten diesen Punkt noch nicht erreicht haben. Zugleich ist das Buch skeptisch: Fukuyama fragt, ob ein Leben am Ende der Geschichte den Menschen überhaupt genügen kann. Mehr lesen
Für Meinecke ist Staatsräson die Maxime staatlichen Handelns: Der Staat muss sich selbst erhalten und stärken, auch gegen moralische Bedenken. Macht und Sittlichkeit, Kratos und Ethos, bauen nach Meinecke gemeinsam den Staat, stehen aber in einer unauflösbaren Spannung zueinander. Das Buch ist zugleich Geschichte und Warnung. Mehr lesen
Michels untersuchte die SPD, die sich als demokratischste Partei ihrer Zeit verstand. Sein Befund: Auch sie war in eine führende Minderheit und eine geführte Mehrheit gespalten. Organisationszwänge, der Machtwille der Führung und die Passivität der Mitglieder erzeugen nach Michels zwangsläufig eine Oligarchie. Mehr lesen
Im Naturzustand herrscht nach Hobbes ein Krieg aller gegen alle. Um ihm zu entkommen, schließen die Menschen einen Vertrag und unterwerfen sich einem Souverän mit ungeteilter Macht. Dafür schuldet dieser ihnen Schutz. Fällt der Schutz weg, endet auch die Pflicht zum Gehorsam. Mehr lesen
Für Weber ist der Staat die Gemeinschaft, die auf einem Gebiet das Monopol legitimer Gewalt beansprucht. Politik heißt, nach Anteil an dieser Macht zu streben. In der Massendemokratie bestimmen Parteiapparate und Berufspolitiker das Geschehen. Von ihnen verlangt Weber Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß. Mehr lesen
„Die Propaganda-Matrix“ erschien im Juli 2021 im Rubikon-Verlag, 224 Seiten. Der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen beschreibt, wie Wirklichkeit in vier Arenen hergestellt wird – Diskursordnung, Medienlogik, Medialisierung und journalistisches Feld – und warum die Corona-Berichterstattung für ihn die Logik dieses Systems offenlegte. Mehr lesen
„Folgerungen aus der Corona-Krise. Angst, Glaube, Zivilcourage“ erschien 2025 bei R. Brockhaus. Der Sammelband vereint Juristen, Virologen, Immunologen, Theologen und ehemalige Politiker, die Angst als Mittel der Pandemiepolitik untersuchen und eine konsequente Aufarbeitung fordern. Er ist die Neuausgabe eines Bandes, den die evangelische Publizistik 2023 vom Markt genommen hatte. Mehr lesen
Rainer Mausfeld, emeritierter Professor für Allgemeine Psychologie, beschreibt 2019 auf 123 Seiten, wie Angst systematisch erzeugt und zur Stabilisierung von Macht genutzt wird – durch Feindbilder, Bedrohungskulissen, soziale Spaltung und wirtschaftliche Unsicherheit. Geschrieben vor Corona, liest es sich seit 2020 wie eine Gebrauchsanweisung zum Entschlüsseln der Pandemiekommunikation. Mehr lesen
„Corona-Angst. Was mit unserer Psyche geschieht“ erschien 2020 bei Frank & Timme. Der Psychiater Hans-Joachim Maaz und die Psychologen Dietmar und Aaron B. Czycholl deuten die Pandemie als Angstgeschehen: Hysterie, Gehorsam, Masken und Abstand werden psychologisch gelesen, die politische Kommunikation als Verstärker. Ein Zeitdokument aus dem ersten Pandemiejahr, kein Rückblick. Mehr lesen
„Kognitive Kriegsführung. Neueste Manipulationstechniken als Waffengattung der NATO“ erschien 2023 bei Westend, rund 250 Seiten, inzwischen in fünfter Auflage. Jonas Tögel beschreibt quellengestützt, wie Militärstrategen Wahrnehmung, Denken und Gefühle der eigenen und fremden Bevölkerung beeinflussen wollen – und schließt mit einer Übersicht, wie sich diese Techniken erkennen und neutralisieren lassen. Mehr lesen
Für Weil sind Parteien Organisationen, die kollektive Leidenschaft erzeugen, Druck auf das Denken ihrer Mitglieder ausüben und kein anderes Ziel haben als ihr eigenes Wachstum. Wer sich einer Partei anschließt, ersetzt das eigene Urteil durch die Parteilinie. Weil folgert daraus, dass alle Parteien abgeschafft werden sollten. Mehr lesen
Für Schmitt ist das Feld des Politischen durch die Unterscheidung von Freund und Feind bestimmt, so wie die Moral durch die von Gut und Böse. Der Text gilt als Schlüsselwerk der politischen Theorie des 20. Jahrhunderts und als einer der umstrittensten. Sein Autor stellte sich 1933 in den Dienst des NS-Regimes. Mehr lesen
Nach Mearsheimer zwingt das Fehlen einer übergeordneten Macht die Staaten, auf Kosten der anderen nach Vorherrschaft zu streben. Selbst friedliche Staaten geraten so in einen dauernden Machtkampf. 2014 führte er die Ukrainekrise vor allem auf die NATO-Osterweiterung zurück. Seine Kritiker sehen die Ursache in der russischen Innenpolitik. Mehr lesen
Clausewitz bestimmt den Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Der politische Zweck entscheidet, wie viel Gewalt eingesetzt wird. Generäle beider Weltkriege, Lenin und Mao sowie die Nuklearstrategen des Kalten Krieges haben das unvollendete Werk studiert. Für die deutsche Debatte über Kriegstüchtigkeit ist es unmittelbar von Belang. Mehr lesen
1972 legte der Fallschirmjägeroffizier und Völkerrechtler Friedrich August von der Heydte eine Theorie des Kleinkriegs vor. Terror, Sabotage und Attentat beschreibt er als Mittel, die revolutionäre Bewegungen ebenso einsetzen wie Staaten. Die These, jeder Terrorismus sei Staatsterrorismus, wurde erst im Umfeld der Neuausgabe von 1986 formuliert. Mehr lesen
1997 legt Carters ehemaliger Sicherheitsberater offen, wie amerikanische Vorherrschaft in Eurasien organisiert wird: Deutschland als Brückenkopf, die Ukraine als Dreh- und Angelpunkt, Verbündete in der Sprache antiker Reiche sortiert. Das Vorwort zur deutschen Ausgabe schrieb Hans-Dietrich Genscher. Mehr lesen
1895 beschreibt der französische Arzt Gustave Le Bon, wie Menschen in der Masse ihre Urteilskraft verlieren: leichtgläubig, impulsiv, lenkbar durch Behauptung, Wiederholung und Ansteckung. Edward Bernays und die Propaganda des 20. Jahrhunderts haben aus dieser Beschreibung ein Handwerk gemacht. Le Bon selbst schrieb aus der Angst des Bürgers vor Revolution und allgemeinem Wahlrecht. Mehr lesen
Trumps eigenes politisches Programm in direkter Form: Amerika, Sicherheit, Wirtschaft, Migration. Wer Trump nicht über Karikaturen seiner Gegner, sondern über seine eigenen Worte lesen will, beginnt hier. Mehr lesen
Charlie Kirk schreibt aus dem Inneren der Bewegung über die Bewegung. Wer wissen will, wie MAGA sich selbst versteht — Programm, Lagerlogik, Selbstverortung —, liest hier die Innenperspektive. Mehr lesen
Wer die MAGA-Bewegung als reines Trump-Phänomen liest, verfehlt sie. Carsten Rasch zeichnet die Bewegung von innen nach — Programm, Anhängerschaft, Lagerlogik — und zeigt, warum sie auch ohne Trump bestehen wird. Mehr lesen
Trump als Business-Persona: Status, Auftreten, öffentliche Wirkung. Das Buch ist kein Wirtschaftsratgeber, sondern ein Selbstporträt — und gerade deshalb für die Analyse seines politischen Stils aufschlussreich. Mehr lesen
Marke, Status, Gewinnerlogik — Trump erklärt sich hier als Geschäftsfigur, lange bevor er Präsident wurde. Wer den späteren politischen Stil verstehen will, sollte das frühere Geschäftsmodell kennen. Mehr lesen
Trump beschreibt seinen eigenen Denkstil: Siegermentalität, Konkurrenzlogik, Selbstverständnis als Hauptdarsteller. Loreley liest ihn nicht über Empörung, sondern über das, was er selbst zu Protokoll gibt. Mehr lesen
Trump erklärt selbst, was Erfolg für ihn bedeutet: Führung, Selbstbild, Wille zur Sichtbarkeit. Wer ihn nicht über Gegner, sondern über seine Eigenaussagen lesen will, findet hier eines seiner Schlüsselbücher. Mehr lesen
Cialdini zeigt, dass Überzeugung selten in dem Moment gelingt, in dem das Argument fällt — sondern in den Sekunden davor, wenn die Aufmerksamkeit gerichtet wird. Wer Trumps Inszenierungstaktik analysieren will, findet bei Cialdini die psychologische Mechanik. Mehr lesen
Luntz hat die amerikanische politische Sprache der letzten dreißig Jahre geprägt: Wer welches Wort wann verwendet, entscheidet über Zustimmung oder Ablehnung. Trump hat diese Lehre wie kein zweiter Politiker operationalisiert — von „America First“ bis zu seinen Spitznamen für Gegner. Mehr lesen
1928 schreibt der Mann, der den Beruf des PR-Beraters erfunden hat, auf, wie man die Meinung von Millionen steuert. Er tut es nicht im Ton der Warnung, sondern im Ton der Werbung: Das Buch wirbt für die Sache, die es beschreibt. Wer wissen will, wie Zustimmung hergestellt wird – von Regierungen, Konzernen, Verbänden, Kampagnen jeder Richtung –, findet hier die Bauanleitung aus erster Hand.
Bernays verteidigt sein Gewerbe, statt es zu prüfen: Die Steuerung öffentlicher Meinung hält er für die Betriebsbedingung jeder Massengesellschaft, ihre Fachleute für deren eigentliche Regierung. Dass dieselbe Technik jedem Zweck dient, musste er später am eigenen Werk erfahren, ohne daraus etwas zu folgern. Eine Analyse der Gefahren liefert er nicht; die findet sich bei Walter Lippmann oder Gustave Le Bon. Was dieses Buch voraushat, ist die Position des Verfassers – und die Tatsache, dass deutsche Leser es erst seit 2007 in ihrer Sprache prüfen können, achtzig Jahre nach dem Original. Mehr lesen
Machiavellis „Der Fürst“ zeigt, wie Macht erobert, gesichert und verteidigt wird – und warum Trumps Politik von Loyalität und Stärke diesem Muster folgt. Mehr lesen
„Die Kunst des Krieges“ ist rund 2.500 Jahre alt und umfasst dreizehn kurze Kapitel. Zugeschrieben wird sie dem chinesischen Feldherrn Sun Wu, den die Nachwelt Sun Tzu nennt, „Meister Sun“. Die Kernlehre lautet: Der beste Sieg ist der, für den man nicht kämpfen muss. Wer die Lage kennt, den Gegner täuscht und den Zeitpunkt bestimmt, entscheidet den Konflikt, bevor er offen ausbricht. Das Buch gilt als ältester erhaltener Lehrtext über Strategie. Gelesen wird es bis heute an Militärakademien und in Vorstandsetagen. Mehr lesen
Wer Donald Trump verstehen will, sollte nicht bei der Empörung beginnen, sondern bei seiner Selbstkonstruktion. „Die Kunst des Erfolgs“ ist kein Nebentitel, sondern ein Schlüsseltext zu seinem Denken: Deal-Logik, öffentlicher Druck, Dominanz, Maximalforderungen und Macht als Bühne. Das Buch erklärt weniger seine Ideologie als sein inneres Betriebssystem. Gerade deshalb ist es für Loreley relevant. Mehr lesen






































