N. Postman.Wir amüsieren uns zu Tode

Neil Postman – Wir amüsieren uns zu Tode

Als Buch verfügbar

Fokus: Medienkritik, Unterhaltung, Urteilskraft

Postmans Ausgangsthese lautet: Orwell habe sich geirrt, Huxley behalte recht. Die Gefahr komme nicht vom verbotenen Buch, sondern davon, dass niemand mehr eines lesen will. Postman verfolgt, was geschieht, wenn eine Gesellschaft vom gedruckten Wort zum Bild wechselt: Argumente werden zu Auftritten, Politik wird Besetzungsfrage, Nachrichten zerfallen in eine Folge unverbundener Sensationen. Wer im Fernsehen überzeugt, überzeugt durch Erscheinung, nicht durch Gründe. Geschrieben 1985 über das Fernsehen, liest sich das Buch heute als Beschreibung von Plattformen, die Postman nicht mehr erlebt hat. Sein Maßstab bleibt anwendbar: Die Urteilskraft zerbricht nicht am Verbot, sondern am Überangebot.

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