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Deutsches Reich

Das Deutsche Reich von 1871 ist der Bezugspunkt, an dem sich die deutsche Geschichtsdeutung bis heute scheidet. Keine andere Phase deutscher Geschichte wird so knapp in Schulen abgehandelt wie die einzigartige Staatswerdung der Deutschen. Gleichzeitig hat sich die Wahrnehmung hinsichtlich der Alleinschuld Deutschlands trotz bemerkenswerter Forschungsarbeiten und Buchveröffentlichungen Christopher Clarks noch nicht geändert.

Das Loreley-Dossier „Deutsches Reich“ seziert die Jahre die zur Reichsgründung führten, über den erstaunlichen Aufstieg zur Wirtschaftsmacht, die Umstände, die zum Ersten Weltkrieg führten, und den Vertrag von Versailles. Wie konnte sich aus Bismarcks Bündnissystem der Weg in den Krieg von 1914 entwickeln, wer entschied in den Julitagen tatsächlich und welche Rolle spielte dabei der Zar in St. Petersburg. Geprüft wird die Alleinschuldthese, die Fritz Fischer in den 1960er Jahren zur Deutungshoheit erhob. Analysiert wird, was in Versailles aus den vierzehn Versprechen Woodrow Wilsons wurde — und wie der Vertrag von 1919 zur Waffe gegen das deutsche Volk geriet.

Im Mittelpunkt steht eine Figur, an der sich das Urteil über die Epoche bündelt: Wilhelm II. — der letzte Kaiser, der den Nationalsozialismus ablehnte und im Exil starb, während er von den Nationalsozialisten vereinnahmt wurde.
Das Dossier dokumentiert, es urteilt nicht vorab. Es legt die Primärquellen offen, zeichnet die Linien nach und stellt die Begriffe bereit, mit denen sich die Epoche jenseits der eingeübten Etiketten lesen lässt. Wer die Vergangenheit versteht, durchschaut die Gegenwart.

Deutsches Reich

Das Deutsche Reich von 1871 ist der Bezugspunkt, an dem sich die deutsche Geschichtsdeutung bis heute scheidet. Keine andere Phase deutscher Geschichte wird so knapp in Schulen abgehandelt wie die einzigartige Staatswerdung der Deutschen. Gleichzeitig hat sich die Wahrnehmung hinsichtlich der Alleinschuld Deutschlands trotz bemerkenswerter Forschungsarbeiten und Buchveröffentlichungen Christopher Clarks noch nicht geändert.

Das Loreley-Dossier „Deutsches Reich“ seziert die Jahre die zur Reichsgründung führten, über den erstaunlichen Aufstieg zur Wirtschaftsmacht, die Umstände, die zum Ersten Weltkrieg führten, und den Vertrag von Versailles. Wie konnte sich aus Bismarcks Bündnissystem der Weg in den Krieg von 1914 entwickeln, wer entschied in den Julitagen tatsächlich und welche Rolle spielte dabei der Zar in St. Petersburg. Geprüft wird die Alleinschuldthese, die Fritz Fischer in den 1960er Jahren zur Deutungshoheit erhob. Analysiert wird, was in Versailles aus den vierzehn Versprechen Woodrow Wilsons wurde — und wie der Vertrag von 1919 zur Waffe gegen das deutsche Volk geriet.

Im Mittelpunkt steht eine Figur, an der sich das Urteil über die Epoche bündelt: Wilhelm II. — der letzte Kaiser, der den Nationalsozialismus ablehnte und im Exil starb, während er von den Nationalsozialisten vereinnahmt wurde.
Das Dossier dokumentiert, es urteilt nicht vorab. Es legt die Primärquellen offen, zeichnet die Linien nach und stellt die Begriffe bereit, mit denen sich die Epoche jenseits der eingeübten Etiketten lesen lässt. Wer die Vergangenheit versteht, durchschaut die Gegenwart.

  • Frei
    William Orpen: „The Signing of Peace in the Hall of Mirrors, Versailles, 28 June 1919" (1919). Das Gemälde zeigt die Unterzeichnung des Versailler Vertrags im Spiegelsaal; die deutschen Vertreter sind dem Betrachter abgewandt und kaum sichtbar — die alliierten Staatsmänner beherrschen die Szene. Fotonachweis: Imperial War Museum / Wikimedia Commons (gemeinfrei)

    Woodrow Wilson: Vierzehn Versprechen, ein Wortbruch in Versailles

    Am 8. Januar 1918 versprach Woodrow Wilson Europa einen Frieden des Selbstbestimmungsrechts. Auf dieser Grundlage streckte Deutschland die Waffen. Versailles hielt das Versprechen nicht — und die Erinnerung an den Bruch wurde zur Waffe gegen die erste deutsche Demokratie. Mehr lesen

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    Die vierzehn Punkte, die die Welt verändern können

    In Versailles unterzeichnet Trump eine Absichtserklärung mit dem Iran — vierzehn Punkte, gefeiert wie ein historischer Frieden. Doch der Ort trägt eine ältere Botschaft: Der Vertrag, der dort 1919 Frieden schaffen sollte, hat nie gehalten. Über Inszenierung und Substanz. Mehr lesen

  • Frei

    Die Kriegsschuldfrage spaltet Deutschland bis heute

    Warum erhitzt eine hundert Jahre alte Frage bis heute die Gemüter? Die Debatte um die Schuld am Ersten Weltkrieg – von Fischer über den Sonderweg-Streit bis zu Clark – handelt weniger von 1914 als von der Frage, wie Deutschland sich 100 Jahre später sieht. Mehr lesen

  • Frei

    Fritz Fischer: Wortführer der Alleinschuldthese Deutschlands und seine Deutungshoheit

    Fritz Fischer machte die deutsche Kriegsschuld 1961 zur Orthodoxie — getragen von über neunzig Schülern und einem Zeitgeist. Doch der Mann hatte eine NS-Vergangenheit, die Akten lagen bei den Siegern, und die Gegenrede von Clark bis Dolezik kehrt das Bild um. Eine Personen- und Deutungsgeschichte. Mehr lesen

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    Der Schlüssel über Krieg oder Frieden lag in St. Petersburg

    Vor über hundert Jahren verfügten die Sieger in Versailles Deutschlands Kriegsschuld. Fritz Fischer erneuerte das Urteil 1961 — doch Christopher Clark und nun Joachim Dolezik zeigen völkerrechtlich, warum es nicht hält. Der Schlüssel zum Krieg lag nicht in Berlin, sondern in St. Petersburg. Mehr lesen

  • Frei
    Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II. an der Hohenzollernbrücke in Köln.Die Statue wurde von dem Künstler Louis Tuaillon geschaffen.Sie ist eine von mehreren Reiterstatuen preußischer Herrscher an der Brücke. Fotonachweis: Privat/Loreley-Blog

    85. Todestag Wilhelm II.: Der Deutsche Kaiser, der den Nationalsozialismus ablehnte

    Am 4. Juni 1941 starb der letzte deutsche Kaiser im Exil – und um keinen seiner letzten Wünsche wurde so erbittert gerungen wie um die Frage, wer den Toten beanspruchen darf. Ein monarchistischer Privatbrief von 1941, gelesen gegen den historischen Befund. Mehr lesen

  • Frei

    Kanonendonner, Blut und Eisen

    Oktober 1813. Über 500.000 Soldaten auf den Feldern vor Leipzig, die größte Schlacht der europäischen Geschichte. Aus dem Sieg über Napoleon und den Versen der Befreiungskriege entstand der deutsche Einigungsgedanke. Ein Essay über das, was Deutschland formte. Mehr lesen

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